
Mit langem Atem
UGMLC erforscht Lungenerkrankungen
Mehrere Lungenerkrankungen zählen zu den „Top Ten“ der Todesursachen weltweit. Ein besseres Verständnis der Auslöser und die Entwicklung neuer Therapiewege ist daher von hoher gesundheitspolitischer Relevanz.
Im Mittelpunkt der Forschung des „Universities of Giessen and Marburg Lung Center“ (UGMLC) stehen die molekularen Signalpfade, die entzündlichen und hyperproliferativen Erkrankungen von Lunge und Atemwege zugrundeliegen. Diese weisen vielfache Bezüge zu den Signalmustern der lungengeweblichen Organentwicklung auf und dienen als Ausgangsbasis zur Entwicklung innovativer Therapiekonzepte. Ziel ist eine verbesserte, molekular basierte, maßgeschneiderte und individualisierte Diagnostik und Therapie der jeweiligen Lungen- und Atemwegskrankheiten.
Von den Ergebnissen werden Patienten mit akuten Erkrankungen wie Pneumonie und pneumogener Sepsis, Patienten mit Lungenkarzinom und Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Asthma bronchiale, COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), Lungenfibrose und Lungenhochdruck profitieren.
Die universitätsmedizinischen Standorte Gießen und Marburg und das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim bündeln ihre wissenschaftlichen und klinischen Kompetenzen, um das UGMLC zu einem international führenden pneumologischen Forschungs- und Behandlungszentrum zu entwickeln. Zur Stärkung von Forschungskompetenz und Infrastruktur im UGMLC werden zusätzliche Forschungsprofessuren, Nachwuchsgruppen und eine englischsprachige UGMLC School eingerichtet.





